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Dienstag 18. Januar 2011

Warum es kaum noch Bio-Eier gibt

Seit letzter Woche ist bei uns die Nachfrage nach Bio-Eiern aufgrund des Dioxinskandals derart angestiegen, dass sämtliche Vorräte in dieser Woche aufgebraucht sein werden. Viele Kunden werden deshalb diese Woche keine Eier von uns erhalten.
Leider fällt der Zeitpunkt ausgerechnet in die Umstallphase (alte Herde wurde geschlachtet und die Neue ist noch nicht soweit) unseres Hauptlieferanten Naturland Bauernhof Frey aus Monbrunn bei Miltenberg, so dass uns ohnehin schon weniger Eier zur Verfügung stehen.

Es liegt in der Natur des Menschen solche Skandale zum Anlass kurzfristiger Änderungen im Kaufverhalten zu nehmen. Während des BSE-Skandals z.B. brach fast eine Massenhysterie aus. Arme Bio-Schweine wurden in Scharen geschlachtet und die Nachzucht lief auf Hochtouren. Das Ganze dauerte einige Wochen, danach krähte kein Hahn mehr danach und Rindfleisch wurde wieder munter zu Niedrigstpreisen eingekauft.

Heute heißt BSE Dioxin und plötzlich stehen Bio-Eier hoch im Kurs. Und seit die industriellen Fette auch im Schweinefutter entdeckt wurden, geht es auch den armen Bio-Schweinen wieder an den Kragen. Die Frage ist nur wie lange noch? Auf eines kann man sich nämlich verlassen: Die Hysterie der Verbraucher nach Skandalen hält nicht lange an und schon bald kehrt der Durchschnittsverbraucher zurück in die Gleichgültigkeit – bis zum nächsten Skandal.

Ein Gutes hat das Ganze: Es werden sicher wieder einige Menschen ihre Konsumgewohnheiten überdenken und sich künftig mehr Bio gönnen.
Wir und unsere Lieferanten werden jedenfalls vorbereitet sein.

Im Main Echo vom 18. Januar ist ein Interview mit Regina Frey vom Bauernhof Frey erschienen.
Den ganzen Bericht finden Sie hier.