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Michael Mosch berät Sie gern!
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Mittwoch 25. Mai 2011
Ehec –Info
Zunächst einmal können wir zu 100% zusichern, dass die von uns gelieferten Salate und Gemüse nicht mit Gülle gedüngt werden.
Hintergrundinfo:
In der biologischen Landwirtschaft fällt durch unterschiedliche Tierhaltungssysteme insgesamt weniger Gülle an, weil der Kot mit Stroh
vermischt als sogenannter Festmist gebunden wird.
In der konventionellen Haltung überwiegt die Haltung auf Spaltenböden,
wodurch Kot und Urin zusammen kommen (Gülle). Gülle hat einen hohen Anteil an Ammoniak, der sowohl eine starke Geruchsbelästigung darstellt, als auch Verbrennungsschäden auf Blättern verursacht.
Viele Gemüsekulturen reagieren zudem sehr empfindlich auf Düngung mit frischen organischen Düngern. Gülle zur Düngung für Gemüse oder Salat verwenden widerspricht der gängigen Praxis, weil dies mehr Probleme verursachen als es Nutzen bringen würde.
Gülle wird eingesetzt zur Düngung von Ackerfrüchten, wie Mais, Raps oder Getreide.
Informationen zu Darmerkrankungen durch EHEC-Infektionen
Seit der zweiten Maiwoche sind hunderte Personen an blutigem Durchfall aufgrund von EHEC-Infektionen mit ungewöhnlich schweren, teilweise tödlichen Krankheitsverläufen erkrankt.
Die Fälle traten vor allem in Norddeutschland auf, es gibt aber auch Meldungen aus Süd- und Ostdeutschland. Während normalerweise vorwiegend Kinder von einem schweren Verlauf der Erkrankung betroffen sind, sind derzeit vor allem Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen.
Woher kommt die Infektion?
Die Behörden kennen die Ursache der Infektion nicht. Möglich ist eine Verbreitung über verunreinigte Lebensmittel. Befragungen von Patienten und ggf. Untersuchungen von Lebensmitteln sollen die Ursache klären. Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) sieht Hinweise dafür, dass sich die Keime über rohes, ungewaschenes Gemüse ausgebreitet haben könnten.
Sind Bio-Produkte besonders gefährdet?
Die konkrete Ursache ist noch nicht bekannt. Bioprodukte sind generell nicht mehr oder weniger gefährdet als konventionelle. Eine Gruppe von führenden Mikrobiologen und Ökolandbau-Forschenden beschäftigt sich seit drei Jahren wissenschaftlich mit dem Thema EHEC und untersucht alle möglichen Einfallstore. Sie konnten keine spezifischen Bio-Risiken feststellen. Die EHEC-Fälle in der Vergangenheit waren nicht auf die Besonderheiten der biologischen Bewirtschaftung zurück zu führen.
Ein Vorteil der ökologischen Erzeugung ist die raufutterbetonte, extensivere Rinderfütterung, die die Bildung von EHEC und anderen Kolibakterien reduziert.
In der Presse wurde eine Kopfdüngung von Gemüse mit Gülle als Grund für ein besonderes Risiko von Bio-Produkten genannt. Diese Form der Düngung ist absolut unüblich im Gemüsebau und wird auch im Öko-Landbau nicht praktiziert. Die These stammt aus einer Pressemitteilung der DGFN (http://www.dgfn.eu/). Dort wurde der entsprechende Passus mittlerweile gestrichen, da er nicht zutreffend ist. Aufgrund dieser generellen Einschätzung können jedoch keine sicheren Schlüsse auf den konkreten EHEC-Fall gezogen werden.
Wie kann ich mich vor Infektionen schützen?
Solange Quellen und Verbreitungswege nicht bekannt sind, lassen sich keine konkreten Handlungsempfehlungen ableiten, die über die allgemeinen Hygienegrundsätze beim Umgang mit Lebensmitteln hinausgehen. Dazu zählen gründliches Reinigen der Produkte, egal ob sie aus konventionellem oder ökologischen Anbau stammen, sowie der Arbeitsgeräte in der Küche.
Was ist EHEC?
EHEC steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli. Damit werden bestimmte pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli) benannt, die beim Menschen gefährliche, blutige Durchfallerkrankungen auslösen können. Sie treten weltweit auf.
Wie verbreiten sich die Keime?
Natürliches Reservoir der Bakterien ist der Darm von Wiederkäuern, speziell von Rindern. Die Keime können durch direkten Kontakt mit Tieren, aber auch durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser bzw. Getränken übertragen werden. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich.
Weitere Informationen zu dem Thema liefert das Robert-Koch-Institut.


